Reif für die Insel

“Boom, boom, boom!” dröhnt es aus den überdimensionierten Lautsprechern. Wir sitzen in der Khao San Road und genießen unseren Eimer mit billigem Fusel-Red-Bull-Gemisch. Die laute Musik macht es unmöglich ein Gespräch zu führen, also lassen wir einfach die Eindrücke der größten und berüchtigten Partymeile Südostasiens auf uns wirken. Als Langzeit-Südostasien-Reisende kamen natürlich auch wir nicht am Backpacker-Mekka, Bangkok, vorbei. Vor allem wollten wir dort unseren Freund Andy treffen, den wir in London kennengelernt hatten und der nun mit seiner thailändischen Freundin dort lebt. Ein bisschen Sightseeing stand aber auch auf dem Programm. Wie erwartet präsentierte sich Bangkok als eine laute, große und stickige Metropole. Unser Hostel befand sich in einem der neueren Bezirke, Sathorn. Dieser ist von Wolkenkratzern geprägt und beherbergt auch viele Botschaften, sowie einen schönen Park. Bei einem Spaziergang durch China-Town in die Altstadt wurde uns aber schnell klar, dass Bangkok eine sehr vielfältige Stadt ist, in der Alt und Neu sowie Osten und Westen aufeinandertreffen und einen faszinierenden Mix erzeugen. Ein Resultat davon ist unter anderem das berühmte Streetfood von Bangkok, welches in der Tat sehr lecker, aber zu Inas Leid eher fleischlastig ist.

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Wie die meisten Touristen schauten wir uns den Tempel Wat Pho und einen schwimmenden Markt an. Besonders gut gefiel uns das Jim Thompson Haus. Dabei handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus des amerikanischen Auswanderers Jim Thompson. Als Geschäftsmann hatte dieser den eingeschlafenen Handel mit thailändischer Seide wieder aufblühen lassen. Sein großzügig angelegtes Haus besteht aus sechs miteinander verbundenen traditionellen Thai-Häusern auf Stelzen und ist von einem sehr schönen Garten umgeben. Thompson war ein begeisterter Sammler asiatischer Kunst, welche er stolz in seinem Haus für Besucher ausstellte. Nachdem Thompson 1967 in den Cameron Highlands auf mysteriöse Weise verschwand, wurde sein Haus als Museum der Öffentlichkeit geöffnet.

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Nach vier Tagen in Bangkok fuhren wir weiter nach Ranong, einem Ort nahe der Grenze zu Myanmar im Südwesten Thailands. Von dort setzten wir mit einem Speedboot zur Insel Koh Phayam über. Da wollten wir hauptsächlich entspannen und ein bisschen schnorcheln oder surfen, falls möglich. Koh Phayam ist eine sehr kleine Insel, die durch einen angenehm gemäßigten Tourismus geprägt ist. So gibt es einige kleine Bungalow-Dörfer, aber keine großen Resorts oder Hotels. Alles ist eher einfach gehalten und Strom gibt es beispielsweise nur vom Generator. Somit ist dies der perfekte Ort, um abzuschalten, sich treiben zu lassen und zu entspannen. Unser Bungalow bestand komplett aus Bambus und von unserer Veranda hatten wir einen traumhaften Blick über den Dschungel und das Meer dahinter. Es war so schön, dass wir statt der geplanten Woche gleich zwei Wochen verweilten. Bei einem Schnorchelausflug zu den Surin Inseln konnten wir eine Pracht an bunten Fischen und Korallen bewundern. Einen kleinen Eindruck davon haben wir in einem Video eingefangen, das ihr euch hier anschauen könnt.

Ansonsten verbrachten wir viel Zeit auf unserer Veranda, von der aus wir den Nashornvögeln beim Bananenessen zuschauen konnten oder an einem der wunderschönen Strände. Bei einer Party in einer Strandbar, die wie ein Piratenschiff aussieht, trafen wir drei nette Finnen, die sehr trinkfreudig waren. Zum Glück ist Koh Phayam auch zum Entkatern der perfekte Ort.

Strand in Koh Phayam Phuree Hut Phuree Hut




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