Salto schlagende Mönche in Hpa-An

Welches Land in Südostasien hat uns bisher am besten gefallen? Es scheint mir unmöglich eine Antwort zu formulieren, die dieser Frage gerecht wird. Alle der sechs Länder, die wir bisher in diesem Teil der Welt besucht haben, waren sehr vielseitig, interessant und schön. Jeder Ort an dem wir waren, hatte eine besondere Atmosphäre und einen ganz eigenen Charme. Zudem hat sich unsere Wahrnehmung im Laufe der Reise sehr stark verändert. Als wir Mitte November in Hanoi ankamen, waren wir zunächst überwältigt von den vielen unterschiedlichen Eindrücken. Plötzlich waren wir in einer fremden Welt, die alle unsere Sinne herausforderte. Nicht nur sah es hier ganz anders aus als zuhause in Europa, es waren auch Gerüche in der Luft, die wir noch nie gerochen hatten und Hanoi wirkte auf uns laut und hektisch. Viel lauter und hektischer als London, Hamburg oder Berlin. Zudem fiel es uns oft schwer uns zu verständigen. Diese Erfahrung des Eintauchens in eine völlig unbekannte und exotische Welt war unbeschreiblich. Es war aufregend und erfrischend. Doch im Laufe der Zeit gewöhnten wir uns natürlich an vieles und nach nun mittlerweile vier Monaten in Asien erscheint uns unsere Umwelt viel weniger exotisch und gar nicht mehr so fremd. Nichtsdestotrotz gibt uns die Einreise in ein neues, unbekanntes Land immer noch einen besonderen Kick und wir sind jedes mal gespannt und aufgeregt auf das was uns erwartet. Denn jedes Land ist anders, hat eine eigene Geschichte und eigene Kultur. Auf Myanmar waren wir diesbezüglich besonders gespannt. Wir wussten, dass Myanmar unter einer Militärregierung lange Zeit vom Rest der Welt abgeschottet gewesen war. Ausserdem hatten wir gehört, dass es touristisch noch nicht so gut erschlossen sei. Wir wurden nicht enttäuscht. Wie bereits im letzten Artikel beschrieben, war die Einreise über den Grenzübergang im Süden recht abenteuerlich und wir trafen kaum andere Touristen. Nach einem dreitägigen Aufenthalt in Dawei war Hpa-An unser nächstes Ziel auf dem Weg in den Norden von Myanmar. Unterwegs machten wir Halt in Ye und Mawlamyine. In Ye verbrachten wir nur eine Nacht. Es schien ein nettes kleines Örtchen zu sein mit einem wunderschönen See im Zentrum. Diesen konnten wir beim Frühstück auf der Terrasse des Starlight Gasthauses bewundern.

See in Ye

Auch Mawlamyine präsentierte sich als ein verschlafenes Städtchen. Es liegt an einer schönen Flussmündung. Dort schauten wir uns eine riesige liegende Buddha-Statue an, welche sich etwas ausserhalb der Stadt befindet. Mit 180 Metern Länge und 30 Metern Höhe ist dies angeblich der größte liegende Buddha der Welt. Vermutlich ging den Erbauern bei diesem Projekt jedoch irgendwann das Geld aus. Denn ganz fertig sieht er bei genauerer Betrachtung nicht aus. Das Innenleben befindet sich noch im Rohbau und gegenüber des liegenden Riesenbuddhas liegt eine weitere halbfertige Statue, welche zum Teil schon von Pflanzen bewachsen ist. Abends konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang in einem atmosphärischen Cafe am Fluss genießen.

Riesenbuddha Fotograf vor Riesenbuddha Riesenbuddha Unfertiger Riesenbuddha Männer spielen mit Ball Sonnenuntergang am Fluss Sonnenuntergang am Fluss

Von Mawlamyine fuhren wir mit dem Boot weiter nach Hpa-An, um dort ein paar Tage zu verweilen. Dieser Ort war definitiv eines der Highlights unseres Myanmar-Aufenthalts. Er zeichnet sich durch die traumhaft schöne Umgebung aus, welche von saftig grünen Reisfeldern und beeindruckenden Karstfelsformationen geprägt ist. Wir liehen uns Mountainbikes und erkundeten diese idyllische Landschaft. Dabei begegneten uns in den Dörfern und auf den Feldern unheimlich nette Menschen, die uns alle freundlich grüßten. Sie schienen sich zu freuen und stolz zu sein. Weil wir mit Fahrrädern unterwegs waren, konnten wir auf kleinen Feldwegen fahren und oft anhalten um Fotos zu machen und Menschen zuzuwinken.

Wiese Felder und Berge Feldarbeiter Felder Feldweg Tempel auf einem Berh Frau trägt Waren auf dem Kopf Mann wartet auf Boot Kinder im Fluss Boote im See Reisfeld und Berg Reisfeld Buddha-Statuen Reisfeld Buddha-Statuen

An einem anderen Tag fuhren wir mit einem Motorroller zu einer etwas weiter entfernten Felsenhöhle. Wie alle Höhlen in dieser Region wird auch diese als buddhistischer Tempel genutzt und wir konnten ein paar junge Mönche dabei beobachten, wie sie im Teich vor der Höhle badeten und Saltos übten. Sie hatten offensichtlich viel Spass und als sie merkten, dass ich sie fotografierte, zeigten sie uns stolz ihre waghalsigsten Sprünge.

Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Badende junge Mönche Buddhistischer Tempel Buddhistischer Tempel




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