Dschungel-Expeditionen und Afternoon Tea in den Cameron Highlands

“Temporary Closing of the State Park Forest” stand in großen schwarzen Buchstaben auf dem Schild, welches uns den Weg versperrte. Wir waren sehr früh morgens aufgestanden, um kurz nach Sonnenaufgang den höchsten Berg in den Cameron Highlands, den Gunung Batu Brinchang, zu erklimmen. Über den umliegenden Feldern hing noch der Morgennebel und die aufgehende Sonne glitzerte auf den feuchten Blättern der Tomatenpflanzen, welche den Hang zu unserer Rechten bedeckten. Von einem Taxi hatten wir uns zum Startpunkt des Jungle Trail No. 1 bringen lassen, um dort den Aufstieg zu beginnen. Doch nun versperrte uns ein Schild den Weg, auf dem stand, dass es verboten sei, diesen Pfad zu nutzen und dass Verstöße unter Strafe stünden. Vermutlich hing dieses Schild dort, weil der Pfad in der Regensaison oft zu matschig und rutschig ist. Jedoch neigte sich diese offiziell dem Ende und wir waren fest entschlossen, den angeblich schönsten Dschungel-Pfad in den Cameron Highlands zu begehen. Außerdem war uns das frühe Aufstehen nicht gerade leicht gefallen. Somit duckten wir uns unter dem Schild hindurch und übersahen galant auch die anderen Warnhinweise.

Strasse in Tanah Rata Tomatenplantage Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad

Im Internet hatten wir gelesen, dass der Pfad sehr unwegsam sei und der Aufstieg auch viel Kletterei erfordere. Diesbezüglich wurden wir nicht enttäuscht und gegen Ende mussten wir uns sogar an Seilen den Hang hinaufziehen. Das war eine anstrengende Herausforderung aber machte uns beiden Spaß und wir wurden mit einer atemberaubenden Aussicht am Gipfel belohnt.

Aussicht vom Gunung Batu Brinchang Dschungel-Pfad Dschungel-Pfad

Die Cameron Highlands sind eine Bergregion im Nordwesten der Malaysischen Halbinsel. Benannt wurden sie nach einem britischen Landvermesser, welcher sie 1885 entdeckte. Und um 1930 wurde hier von der britischen Kolonialregierung eine sogenannte Hill Station eröffnet. Zur Kolonialzeit wurden solche Hill Stations von höheren Militärs und Zivilbeamten als angenehm kühle Naherholungsgebiete genutzt. Auch uns gefiel nach der drückenden Hitze in Penang das luftig frische Klima mit Temperaturen um 25 Grad sehr gut. Einige der britischen Kolonialbauten stehen noch heute und in den ansässigen Cafés gibt es Scones und Earl Grey. Der Tee wird sogar dort angebaut und die saftig-grünen Teeplantagen sorgen für wunderschöne Landschaftspanoramen.

Teeplantagen Teeplantagen Teeplantagen Teeplantagen Englisches Cottage




Share this story